Fact sheet
Beschreibung
Welcher Weintyp ist es
Maremmante von Poggio Argentiera ist ein Rotwein aus der Maremma im Süden der Toskana, gewonnen aus Trauben, die aus zwei sich ergänzenden Betriebsbereichen stammen. Nach etwa zweiwöchiger Mazeration auf den Schalen gärt der Wein im Edelstahl bei kontrollierter Temperatur und reift im gleichen Material. Das Profil ist strukturiert und ausgewogen, mit fruchtiger Textur und würzigen Noten – gedacht als Speisebegleiter und zur klaren Darstellung des Herkunftsgebiets.
Woher kommt er
Er entsteht in der Maremma mit Trauben, die teils in Baccinello, teils in Alberese gelesen werden. In Baccinello liegen die Weinberge auf etwa 350 m ü.d.M. auf Böden mit vielen alluvialen Kiesen und überwiegend kalkhaltigen Tonerden, welche die Struktur und den Geschmack unterstützen. In Alberese befinden sich die Weinberge nur wenige Kilometer vom Meer entfernt, auf überwiegend sandigen und schluffigen Böden, die leichter sind und durch die Nähe zum Meer geprägt werden, was dem Wein ein dynamischeres und geschmeidigeres Profil verleiht.
Wie wird er hergestellt
Die Ernte erfolgt manuell, wobei die Trauben je nach Reife gesammelt werden. Die Mazeration auf den Schalen dauert circa zwei Wochen, um Farbe und phenolische Bestandteile nach und nach zu extrahieren. Die Gärung findet im Edelstahl bei kontrollierter Temperatur statt, um den Prozess und die Aromen gezielt zu steuern. Nach der Gärung bleibt der Wein ebenfalls zur Reifung im Edelstahl, ohne Angaben zum Holzausbau. Seit 2009 arbeitet das Unternehmen im biologischen Landbau.
Verkostungsnotizen
Im Glas zeigt er sich rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase entfalten sich Aromen von Kirsche, Brombeere und Heidelbeere, gefolgt von dunklen, würzigen Noten. Am Gaumen ist er gut strukturiert, mit geschliffenen Tanninen und gleichmäßigem Verlauf. Das Finale ist anhaltend und entspricht dem fruchtigen, würzigen Eindruck in der Nase.
Zu welchen Speisen passt er
Dank Struktur und geschmeidigem Tanningerüst passt er hervorragend zu würzigen ersten Gängen und Gerichten mit intensiven Aromen. Besonders empfohlen zu tagliatelle al ragù, da er sowohl die Fleischkomponente als auch die Würze der Sauce unterstützt, ohne sie zu überdecken. Auch mit Hülsenfruchtsuppen harmoniert er, bei denen die Ausdauer die Süße der Hülsenfrüchte aufgreift und die Würze einen natürlichen Kontrapunkt bietet. Eine weitere regionale Spezialität ist die zuppa di farro della Garfagnana.
Wann servieren
Er eignet sich, wenn ein sauber gemachter Tafelrotwein gesucht wird, der ein komplettes Essen mit Balance begleitet. Passt bestens zu Mittag- und Abendessen, auch in ungezwungenem Rahmen, wo die fruchtige Art und Würze mit Fleischgerichten und herzhaften Suppen harmonieren. Struktur und nachhaltiges Finale machen ihn auch dort passend, wo ein durchgehend angenehmer Schluck gewünscht wird.