Fact sheet
Beschreibung
Was für ein Wein ist das?
Saint-Joseph Janoune von Jean-Baptiste Souillard ist ein trockener Rotwein aus dem nördlichen Rhonetal, der ausschließlich aus Syrah hergestellt wird. Der Stil zeigt ein elegantes und präzises Profil mit mittelkräftigem bis vollem Körper, feinen Tanninen und einer klaren Mineralität. Spontane Vergärung und Ausbau in gebrauchten Eichenfässern bewahren den Charakter dunkler Früchte und eine gewisse Spannung, ohne übermäßige Holznote. Dieser Saint-Joseph bietet Gleichgewicht und Vielseitigkeit, ist sowohl am Tisch als auch für eine Lagerung im Keller geeignet.
Herkunft
Die Trauben stammen aus Andance im nördlichen Teil von Saint-Joseph, auf einem exponierten, windigen Hügel im Gebiet Chatelet. Die Weinberge, gepflanzt in den Siebzigern und den 2000er-Jahren, liegen auf etwa 340 Meter Höhe und profitieren von deutlichen Tag-Nacht-Unterschieden, die die Aromafrische bewahren. Die Böden sind gemischt, mit granitischem Untergrund und lockeren Schichten, die für Drainage und tiefe Wurzeln sorgen. Das kontinentale Klima, geprägt von stetigen Winden, sorgt für regelmäßige Reifung und ein straffes, vertikales Profil.
Herstellung
Die Lese erfolgt unter Berücksichtigung der phenolischen Reife und nachhaltiger Weinbergpraktiken. Im Keller werden die Trauben vollständig entrappt und einer Maischegärung von zwei bis drei Wochen unterzogen, wobei durch Umpumpen gezielt Farbe und Tannine extrahiert werden. Die spontane Gärung mit einheimischen Hefen bewahrt die Eigenständigkeit des Terroirs. Die Reife erfolgt etwa dreizehn bis achtzehn Monate in gebrauchten Eichenfässern, ohne Schönung oder Filtration und mit minimalem Einsatz von Schwefel.
Verkostungsnotizen
Im Glas zeigt sich der Wein intensiv rubinrot mit violetten Reflexen, die für junge Syrah typisch sind. In der Nase zeigen sich Aromen dunkler Früchte wie Brombeere und Pflaume, feine Gewürze, pfeffrige Noten und ein floraler Hauch von Veilchen. Im Hintergrund treten Graphit- und nasse Steinnoten hervor, die auf den Granitboden zurückzuführen sind. Am Gaumen wirkt er tiefgründig und ausgewogen, mit ausgeprägter Säure, seidigen Tanninen und einem langen, mineralischen Abgang mit würzigem Nachhall.
Speiseempfehlung
Dieser Saint-Joseph passt zu gegrilltem Rindfleisch, Schmorgerichten und Braten, dank seiner Struktur und feinen Tannine. Er harmoniert auch mit Wild, besonders mit Kräutern und Gewürzen. Ebenso begleitet er gereifte Hartkäse, bei denen die Salzigkeit durch Frische und Frucht ausbalanciert wird. Besonders typisch ist er zu Kräuter-Lammbraten oder Rindereintopf in Rotwein. Unter den französischen Gerichten bietet Coq au Vin ein stimmiges Pairing durch die Intensität und Ausdauer.
Servierempfehlung
Dieser Rotwein eignet sich für gesellige Abendessen und festliche Anlässe, wenn Präzision ohne zu viel Schwere gefragt ist. Am besten genießt man ihn bei 16–18 °C, mit kurzer Belüftung in der Karaffe nach dem Öffnen, um die Würze und Frucht zu betonen. Jetzt trinkreif, kann sich aber durch einige Jahre Lagerung weiterentwickeln dank des Gleichgewichts aus Säure, Tannin und Konzentration. Nach dem Öffnen hält er sich gekühlt ein bis zwei Tage.